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Topverdiener Süle muss gehenBVB verabschiedet seinen verhinderten Transfercoup

14.03.2026, 07:35 Uhr
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Niklas Süle war beim BVB nie unumstritten. (Foto: IMAGO/HMB-Media)

Der BVB baut seinen Kader zur neuen Saison um. Erst wird die Trennung von Spielmacher Julian Brandt bekannt gegeben, dann folgt Niklas Süle. Der Abwehrspieler konnte die Erwartungen in Dortmund nie erfüllen.

Sein Wechsel wurde als Transfercoup gefeiert - vier Jahre später endet das Kapitel Niklas Süle bei Borussia Dortmund denkbar unspektakulär. 65 Wörter genügten dem BVB, um die Trennung vom Innenverteidiger via Instagram zu verkünden. "Nach vier Jahren in Schwarzgelb geht die gemeinsame Zeit von Niklas Süle und Borussia Dortmund im Sommer zu Ende. Darauf haben sich der BVB und Süle gemeinsam verständigt", teilte der Verein am Freitag mit.

Süle war 2022 als aufstrebender Nationalspieler ablösefrei von Rekordmeister Bayern München nach Dortmund gewechselt. Erfüllen konnte er die immensen Erwartungen als einer der Top-Verdiener aber selten. "Bei Niki war es so, dass beide Seiten nach vier gemeinsamen Jahren das Gefühl hatten, sich im Sommer anders auszurichten", sagte Geschäftsführer Lars Ricken den "Ruhr Nachrichten".

Potenzial nie ausgeschöpft

Der BVB, der nach einer für ihn praktisch gelaufenen Saison vor einem gewaltigen Kaderumbruch steht, spart damit ein Jahresgehalt von angeblich 14 Millionen Euro ein. Neben Süle wird auch Mittelfeldspieler Salih Özcan den Verein verlassen. "Wir haben in dieser Woche mit beiden sehr offene und wertschätzende Gespräche geführt. Am Ende haben wir uns sowohl mit Niklas als auch mit Salih gemeinsam darauf verständigt, am Saisonende getrennte Wege zu gehen", sagte Ricken.

Überraschend kommt vor allem der Abgang Süles nicht. In vier Jahren bestritt der Innenverteidiger nur 108 Pflichtspiele für den BVB, seine Rolle im Team wurde immer kleiner. Während er in seiner ersten Bundesliga-Saison noch in 29 Spielen auflief, folgten in den beiden darauffolgenden Spielzeiten weniger Einsätze (23 und 15). In der laufenden Saison kommt er bislang erst auf neun Partien.

Immer wieder begleiteten zudem Diskussionen um seinen Fitnesszustand und kleinere Verletzungen seine Zeit in Dortmund. Schon früh in dessen BVB-Zeit hatte der damalige Bundestrainer Hansi Flick etwa öffentlich kritisiert, Süle lasse bei seinem großen Potenzial "noch einiges liegen". Auch in der Folge ließen Süle die Zweifel nicht los, in der Nationalmannschaft spielt er unter Julian Nagelsmann längst keine Rolle mehr. Sein bislang letztes Länderspiel bestritt der heute 30-Jährige am 18. Oktober 2023.

Was macht Schlotterbeck?

Der BVB hat nun weitere Fakten geschaffen. Bereits am Wochenende hatte der Klub auch den Abgang von Julian Brandt zum Saisonende verkündet. Felix Nmecha verlängerte seinen Vertrag unter der Woche dagegen vorzeitig bis zum 30. Juni 2030. Auch Emre Can soll sein auslaufendes Arbeitspapier nach seinem Kreuzbandriss verlängern.

Viele künftige Entscheidungen hängen nun auch an der Personalie Nico Schlotterbeck. Der Vertrag des Nationalspielers läuft 2027 aus, die Gespräche über eine Verlängerung ziehen sich bereits über Monate. Ein Abgang zum Sommer gilt als nicht unwahrscheinlich. "Mit Nico sind wir weiterhin in einem guten, vertraulichen Austausch. Das zeigt die gegenseitige Wertschätzung, denn wir sind da total klar", sagte Ricken: "Wir haben eine gemeinsame Erwartungshaltung und nach der handeln wir auch."

Quelle: ntv.de, tno/sid

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